Ein Anruf mit Folgen und die Geschichte von GRONARD
26.10.2026
Ein Anruf mit Folgen und die Geschichte von GRONARD
An manche Gespräche erinnert man sich noch viele Jahre später. Für Lothar Gronard gehört ein Anruf dazu, der den Blick auf das Abstellen von Fahrrädern veränderte. Er gab den Anstoß, Fahrradmobilität im Unternehmen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. In unserem neuen Clip erzählt Lothar Gronard von einem Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte, der Gronard bis heute prägt.
Um diesen Weg zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück auf die Menschen und die Arbeit, mit denen alles begann.
Der Anfang in einer Münchner Hinterhofwerkstatt
Als Walter Felix Gronard 1949 seine Spezial-Guss-Schweißerei in München-Ramersdorf gründete, war er gerade einmal 27 Jahre alt. Gemeinsam mit ein bis zwei Mitarbeitenden reparierte der gelernte Werkstoffprüfer zunächst Motoren. In den Jahren des Wiederaufbaus wurde dieses handwerkliche Können gebraucht. Mit den Bedürfnissen der Kundschaft veränderte sich auch die Arbeit. Der Bau von Kellertanks für Ölheizungen kam hinzu, später fertigte das Unternehmen unter anderem Maschinengestelle und Stahlschwimmbecken. Die Werkstatt wurde jedoch zu klein, weshalb 1963 die Firma nach Altperlach zog.

Auch die Entwicklung Münchens prägte den Betrieb. Als sich die Stadt auf die Olympischen Spiele 1972 vorbereitete, wurden neue Verkehrswege, Gebäude und ganze Stadtbereiche gebaut. Auf den Baustellen brauchte es Bauschuttcontainer, eine weitere Produktserie, die Gronard zu dieser Zeit fertigte. Fahrradständer gehörten damals bereits zum Angebot, spielten zunächst jedoch eine kleinere Rolle.

Der Schicksalsschlag und die Einleitung einer neuen Ära
1980 starb Walter Gronard überraschend im Alter von 59 Jahren. Für seine Familie bedeutete das gleichzeitig den persönlichen Verlust zu verarbeiten und die Aufgabe zu erfüllen, den laufenden Betrieb weiterzuführen.
Seine Frau Margarete Gronard führte die Geschäfte zunächst weiter, bevor Sohn Lothar Gronard die Geschäftsführung übernahm. Mit 28 Jahren war er fast genauso jung wie sein Vater bei der Gründung.
Unter seiner Leitung erschloss Gronard weitere Arbeitsfelder, darunter den Architekturstahlbau und die Herstellung von Maschinen für die Kiesaufbereitung. Ab den späten 1980er-Jahren rückten Fahrradabstellanlagen und Überdachungen zunehmend in den Vordergrund. Was als Teil des Sortiments begann, wurde Schritt für Schritt zum Herzstück von Gronard.

Vom Anstoß zur Entwicklung des Fahrradständers Kappa®
In diese Zeit fällt auch der besagte Anruf. Eine Beschwerde des Dipl.-Ing. Hartwig Hammerschmidts über Felgenkiller. Ab da war die Aufgabe klar formuliert: Fahrräder sollten im Alltag endlich sicher, stabil und unkompliziert abgestellt werden können.
Solche Anforderungen in ein Produkt zu übersetzen, braucht Entwicklungsarbeit. Beim Fahrradständer Kappa® bildeten die Richtlinien des ADFC dafür die Grundlage. Daraus entstand ein empfohlenes Modell, das bis heute zum Sortiment von Gronard gehört.
Für Kommunen, Planer und Wohnungsbaugesellschaften ist diese Alltagstauglichkeit besonders wichtig. Denn ob am Bahnhof, vor dem Wohnhaus oder an öffentlichen Einrichtungen: Fahrradabstellanlagen werden täglich genutzt. Ihre Qualität zeigt sich im täglichen Gebrauch.

Eine Geschichte, die weitergeführt wird
Heute wird Gronard in dritter Generation geführt. Entwickelt und produziert wird weiterhin in München. Zwischen den ersten Reparaturschweißungen in Ramersdorf und den heutigen Fahrradabstellsystemen liegen Jahrzehnte des Wandels. Und vor allem Dankbarkeit für die Menschen, die diesen Weg mit Herzblut gegangen sind.
Wenn Lothar Gronard im Video zurückblickt, erzählt er nicht nur Unternehmensgeschichte – er teilt ein Stück seines Lebens. Der Fahrradständer Kappa® steht stellvertretend für all das, was Gronard ausmacht: Aus einem einfachen Gespräch wurde eine Idee, aus der Idee ein Produkt und aus dem Produkt eine Haltung, die über Generationen hinweg Bestand hat.
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